Pfarrkirche St. Kunigunde in Miesenbach

Die erste urkundliche Nennung einer Kirche in Miesenbach geht auf das Jahr 1416 n. Chr. zurück. Die derzeitige äußere Gestalt der Miesenbacher Pfarrkirche stammt aus dem Ende des 17. Jahrhunderts.

 

Altarraum
Der erste, schriftlich erwähnte Miesenbacher Geistliche hieß Coloman Grueber, war Vikar und ist 1565 in einem Brief des Bischofs an den Erzbischof angeführt.
Bei der Innenrenovierung im Jahre 1969/70 wurde der schöne Altar aus der Lorettokapelle in die Kirche als Hauptaltar übertragen. Johann Baptist Fischer, Vater des weltbekannten Barockbaumeisters Bernhard Fischer von Erlach (Schloss Schönbrunn, Karlskirche in Wien u.a.), gilt als Schöpfer dieses wertvollen Schmuckstückes. Mit Ausnahme der Hl. Kunigunde: Sie ist das Werk des Schulwartes von Fehring, stammt aus dem Jahre 1970 und kostete in rohem Zustand S 5000,-. Sie wurde vom Vorauer Kirchenrestaurator Schaunigg bemalt und vergoldet.

 

In Arbeit

 

Hochaltar

 Hl. Kunigunde (Pfarrpatronin, 3.März) in der Mitte; Hl. Katharina mit Rad; Hl. Anna mit der kleinen Maria; Hl. Elisabeth mit Brot; Hl. Barbara mit Turm, Maria Magdalena (Bild oben in der Mitte)

 

Über dem Sakristeieingang: Bild der 14 Nothelfer; Tabernakel: Stehkreuz; die göttlichen Tugenden: Kreuz/Glaube; Anker/Hoffnung; Herz/ Liebe


Linker Seitenaltar
Bild der Hl. Kunigunde mit Bauern; Hl. Erhard in der Mitte; Hl. Oswald mit Raben; rechts: Hl.Patrizius; links: Bild der Krönung Mariens am Altartisch; Bild der Steinigung des Hl. Stephanus an der linken Seitenwand (erster Märtyrer) Wandgemälde: die Feuerprobe der Hl. Kunigunde darstellend, über dem westlichen Sakristeieingang


Rechter Seitenaltar
Jesu am Ölberg, Bild; Hl.Maria mit dem Kind in der Mitte; links: Hl. Heinrich (Kaiser), Gemahl der Hl. Kunigunde; rechts: Hl. Markus, Evangelist


Kanzel
Bild Christi in der Mitte; links und rechts: Bilder je zweier Evangelisten; Von links: Hl. Markus mit Löwen und Buch; Hl.Johannes mit Adler, Schreibfeder und Kanne; Hl. Matthäus mit Mensch oder Engel; Hl. Lukas mit Stierkopf und Buch; Hl. Apostel Paulus


Im Kirchenschiff

Orgel
Die erste Orgel stammte aus der Pfarrkirche Strallegg, die Pfarrer Rupert Prenner (1673-1686) der Kirche in Miesenbach überließ. Diese versagte erst im Jahre 1959 ihren Dienst und wurde durch eine neue ersetzt.


Taufstein
Unter der Turmwölbung steht ein alter, überdachter Taufstein.


Glocken
Die älteste Glocke, die Miesenbach besaß, stammte aus dem Jahre 1577. Sie wurde anläßlich des Turmbrandes im Jahre 1945 zerstört. Heute befinden sich 4 Glocken im Turm.

1. Die Heimkehrerglocke (d=97cm u.550 kg) kam kurz vor Ende des 2. Weltkrieges aus Brixlegg zurück, nachdem sie eingeschmolzen werden sollte. (Inschrift: "Mich hat gegossen Jakob Montell im Jahre 1734 in Neustadt in lateinischer Sprache") weitere 3 Glocken aus der Glockengießerei des Stiftes St.Florian mit den Inschriften:

2. Hl.Mutter Anna ,bitte für uns! Wir gedenken unserer gefallenen Krieger! (Gefallenenglocke)
Spruch beim Aufziehen: "Friede sei ihr erst´Geläute!"

3. Hl.Himmelsmutter, bitte für uns! (Fatimaglocke)
Spruch beim Aufziehen: "Gebe Gott,dass vom Feuer der Erde und der Hölle die ganze Pfarre bewahrt werde!"

4. Hl.Florian, schütze uns vor Feuer! (Florianiglocke).
Spruch beim Aufziehen: "Jeder Klang von dir und jeder Ton sei eine Führung hin zu ihrem Sohn!"

Die 3 Glocken wurden am 31. Oktober 1954 geweiht und in den Turm aufgezogen, nachdem die Heimkehrerglocke bereits am 24. Oktober 1954 im neuen Glockenstuhl einquartiert worden war. Am 31.Oktober 1954 um 13 Uhr 30 läuteten alle 4 Glocken zur großen Freude der Bevölkerung.
1964 erhielt die Kirche ein elektrisches Läutwerk, 1972 eine elektrische Kirchturmuhr.
An der äußeren Südwand der Pfarrkirche befand sich ein großes, ovales Fresko mit der Dreifaltigkeit und der Krönung Mariens.